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Die innere Stimme beginnt im Körper

Warum interozeptive Differenzierung und emotionale Granularität der Schlüssel zu mehr Selbstwahrnehmung und stimmigen Entscheidungen sein kann.


Frau von hinten am See bei Sonnenuntergang, Arm erhoben; warmes Licht spiegelt sich ruhig auf dem Wasser.

Was ist in dieser Situation die richtige Entscheidung?

Was ist mein Weg?

Kann ich diesem Menschen vertrauen?

Was tut mir wirklich gut?

...


Fragen, die wir alle wahrscheinlich auf die ein oder andere Art und Weise kennen. Und Fragen, die für viele von uns manchmal gar nicht so leicht zu beantworten sind.


Unter anderem abhängig davon, wie gut wir uns kennen, unsere Geschichte, unsere Muster, unsere Bedürfnisse und vor allem davon, wie gut wir uns spüren und fühlen können, fällt es uns leichter oder schwerer, diese „innere Stimme“ wahrzunehmen.


Hierzu gibt es zwei Begriffe, die ich einführen möchte und die für mich immer wieder ein so wertvoller Zugang zum Entwickeln der Verbindung zur inneren Stimme (aka Bauchgefühl oder Intuition) sind.


Interozeptive Differenzierung:

Dieser Begriff beschreibt die Fähigkeit, Signale aus dem Körperinneren wahrzunehmen, zu differenzieren und einzuordnen.

Zum Beispiel ein Ziehen im Magen bewusst wahrnehmen und einordnen zu können, ob es sich um Hunger, Verdauungsprobleme oder eine Reaktion auf eine stressige oder unsichere Situation handelt.


Emotionale Granularität:

Beschreibt die Fähigkeit, nicht nur sagen zu können: „Mir geht's gut“ oder „Mir geht's schlecht“, sondern genauer beschreiben zu können, wie es einem emotional geht – feinkörnig (granular) sozusagen. Hier geht es also um das nuancierte Wahrnehmen der eigenen Emotionen.


Beides zusammengenommen kann sich zu einer echten Superkraft für Selbstwahrnehmung und Entscheidungen entwickeln, wenn wir den Kontakt dazu stärken und verfeinern.


Und das können wir. Denn wie immer – natürlich wird auch hier der Grundstein für unsere heutige Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung in den Erfahrungen der Kindheit und Jugend gelegt und gleichzeitig wissen wir heute: Lebenslanges Lernen ist möglich.


Und es gibt heute so unendlich viele und auch kostenlose Möglichkeiten, die somatische und emotionale Selbstwahrnehmung zu schulen.


Yoga, Embodiment, Atemarbeit, Achtsamkeit, bewusste Bewegung jeglicher Art, Tanz, Coaching, Psychotherapie und so viel mehr ...


Oft braucht es nicht viel, sondern einen konstanten Raum dafür. Denn Wiederholung durch Integration in den Alltag ist, wie immer, der Schlüssel.


Und auch: Wenn wir als Menschen wenig Möglichkeit hatten, diese Fähigkeit in unserem Heranwachsen zu lernen und zusätzlich noch Traumatisches erlebt haben, kann es sich fast unmöglich anfühlen, die Verbindung zum Körper zu entwickeln. Dann braucht es Unterstützung und Ko-Regulation in einem Raum, der sich sicher anfühlt und in dem neue Erfahrungen diesbezüglich gemacht werden können.


Ich wünsche uns allen von Herzen passende Räume und Routinen, die sowohl die interozeptive Differenzierung als auch die emotionale Granularität stärken und verfeinern.


Ich glaube fest daran, dass es nicht nur uns selbst und unseren Liebsten, sondern auch dieser Welt zugutekommen würde.


Wenn du Lust hast, diese Fähigkeiten zu stärken und dich von meiner Arbeit angesprochen fühlst, mag ich dir zwei Dinge ans Herz legen:


Den Re-Source Space – das ist meine Mitgliedschaft, in der es jeden Monat ein neues Thema gibt und in der wir im Rhythmus der TCM-Jahreszeiten die Verbindung zum Körper konstant schulen. In deinem eigenen Rhythmus. Mit Live-Einheiten und einer Mediathek mit über 250 Videos als Aufzeichnungen.


Körperorientiertes Coaching: Hier können wir im geschützten Zweiersetting schauen, was dich dabei unterstützen kann, diese Fähigkeiten zu stärken.


Lass mir gerne in den Kommentare deine Gedanken und Fragen zum Thema da. Ich freue mich von dir zu lesen.


Herzliche Grüße

Florentien






 
 
 

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